Portrait Harun

Harun A.

Veranlagungsstelle

Alter: 26

Dienststelle: Finanzamt Bünde

Aufgabe: Bearbeitung von Steuererklärungen

Hobbys: An Oldtimern schrauben

Wie fanden Sie Ihr Fotoshooting?

Fantastisch, professionell! Das Fotoshooting war für mich eine komplett neue Erfahrung. Es ist tatsächlich anstrengender als man denkt. Verschiedene Typen, unterschiedlicher Kleidungsstil, die Maske etc. Das Team im Hintergrund hat uns in jeglicher Situation Tipps und Tricks mit auf den Weg gegeben. Wir hatten einen anstrengenden aber lustigen Tag. Eine echte Abwechslung zum Büroalltag.

 

Warum wollten Sie sich im Rahmen der Kampagne engagieren?

Die vergangene Imagekampagne habe ich mir genauer angeschaut, fand es lustig, da ich den ein oder anderen persönlich kenne. Daraufhin erfolgte die Bewerbung für die neue Kampagne. Jedoch will ich mit der neuen Imagekampagne etwas erreichen.

Meine Motivation ist, Jugendliche dazu zu bringen, sich bei der Finanzverwaltung zu bewerben. Wir, und damit meine ich die Finanzverwaltung, sind vielfältig und multikulturell, eine bunte Mischung macht uns aus. Ich bin ein Teil davon.

 

Wie haben Freunde und Familie reagiert, als Sie ihnen von Ihrem Vorhaben erzählt haben?

Um ehrlich zu sein, positiv. Meine Freunde und Familie wissen, dass ich offen, neugierig und experimentierfreudig bin. Aufgrund dessen gab es positive Rückmeldung. Natürlich konnte man sich den ein oder anderen Spruch anhören (muss lachen).

 

Wie erleben Sie die Einstellung der Bürgerinnen und Bürger gegenüber der Finanzverwaltung?

Es geht deutlich bergauf! Da ich im Veranlagungsbezirk tätig bin, habe ich hin und wieder persönlichen Kontakt mit Steuerpflichtigen. Diese geben so gut wie immer eine positive Resonanz ab. Die Finanzverwaltung wird jünger und passt sich dem Bürgerkontakt an. Die Vorurteile „alt, verstaubt & eingerostet“ bestehen nicht mehr. Ab und zu gibt es sogar einen „Dankeschön-Anruf“ durch die Steuerpflichtigen. Unsere Aufgabe ist es, nicht nur die Steuerbescheide zu erlassen, sondern die Qualität des Umgangs mit den Steuerpflichtigen hoch zu halten.

 

Wie hat es Ihnen gefallen, im Bürgerbüro des Finanzamtes zu arbeiten?

Aufgrund meiner südländischen Herkunft kann ich sowohl Kollegen und Kolleginnen (sei es in der Betriebsprüfung oder der Service- und Informationsstelle) wie auch Bürgerinnen und Bürger in den unterschiedlichsten Bereichen bei Sprachbarrieren in Wort und Schrift unterstützen.

Meine 5-jährige "Bürgerbüro"-Erfahrung im Finanzamt Bielefeld-Innenstadt hat dies bestätigt. Der Umgang mit den Steuerpflichtigen fiel mir von Anfang an sehr leicht. Als ehemaliger Fußballtrainer einer B-Jugend, muss man Jugendlichen, Eltern, Bekannten, Schiedsrichtern und Zuschauern flexibel entgegenkommen können. Die verschiedenen Personen und ihre Charaktere machen unseren Alltag aus. Da ich total aufgeschlossen bin, habe ich mich im Bürgerbüro schnell zurechtgefunden. Das spannende im Bürgerbüro war, dass jeden Tag etwas Neues passiert und man sich immer neu auf die Steuerpflichtigen einlassen und neue Erfahrungen machen konnte.

 

Auf dem Plakat „Ihre Machbar-Macher“ werben Sie dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger an der aktuell laufenden Bürgerbefragung teilnehmen können. Was sagen Sie Bürgern, die an einer Teilnahme zögern mit dem Argument, es ändere sich eh nichts?

Eigeninitiative ist der erste Schritt zur Selbstentwicklung. Ihre Meinung, verbessert nicht nur ihr Eigenbild gegenüber der Finanzverwaltung, sondern hilft auch dabei die Finanzverwaltung als solche zu verändern. Das Leben ist von der Eigeninitiative gezeichnet! Fahrrad fahren, Laufen, Lesen, Sprechen lernen verbessern Sie auch nur dann, wenn Sie etwas selbst dafür tun. Ergreifen Sie die Möglichkeit, ihren Gedankengängen durch die Teilnahme an der Bürgerbefragung freien Lauf zu lassen. Seien Sie mit dabei!

 

Haben Sie sich die Arbeit in der Finanzverwaltung so vorgestellt, bevor Sie hier angefangen haben zu arbeiten?

Nein, definitiv nicht. Mein Mathelehrer sagte damals, „bewirb dich beim Finanzamt, du kannst gut rechnen“. Man muss natürlich während der Ausbildung gut mit Zahlen umgehen können, wichtig ist jedoch, die Gesetzestexte anwenden zu können. Die Kolleginnen und Kollegen in unserem Veranlagungsbezirk sind super, man kann viel miteinander lachen, aber auch ernste Rechtslagen ausdiskutieren. Für mich persönlich ist zudem die Flexibilität (Gleitzeit) mit das Wertvollste was die Finanzverwaltung bietet.

 

Wie nehmen sie die Zusammenarbeit mit ihren Kolleginnen und Kollegen wahr?

Innerhalb der Stelle läuft es optimal. Die Kolleginnen und Kollegen sind offen und hören einem gerne zu. Die Arbeit läuft sehr unkompliziert ab. Natürlich gibt es ab und zu Meinungsverschiedenheiten, dies spielt aber für die Zusammenarbeit keine Rolle. Es ist toll, wenn jeder seine Meinung frei äußern kann.

 

Welche Stelle interessiert Sie ggf. in ein paar Jahren oder auch in naher Zukunft?

Ich war bisher nur in der Service- und Informationsstelle (SIST) und im Veranlagungsbezirk (VBZ) eingesetzt. Da ich im mittleren Dienst tätig bin, würde mich als nächstes die Lohnsteueraußenprüfung interessieren. Im Außendienst beim Unternehmer mal persönlich vorbeischauen und prüfen zu dürfen. Für die Zukunft ist aber der Aufstieg in den gehobenen Dienst auch eine Option. Man sollte die Chancen im Amt nutzen, die sich einem bieten.

 

Was machen Sie, wenn Sie nicht im Finanzamt sind?

Außerhalb des Steuerrechts schraube ich gerne mit meinem Vater gemeinsam an Oldtimern. Die Leidenschaft kriegt man in die Wiege gelegt. Es ist nicht verkehrt statt dem Kugelschreiber ein paar Schraubenschlüssel und Bits in der Hand zu halten. Nach getaner Arbeit darf der Grill, zum Hunger stillen, natürlich nicht fehlen.

 

Wie könnte man den Bürgerservice in der Finanzverwaltung verbessern?

Man kann immer etwas optimieren. Ich finde, man sollte den Bürgerservice definitiv modernisieren. Ob auf Social Media oder auf der eigenen Homepage, das spielt keine Rolle. Wir sind in eine Zeit der Digitalisierung gerutscht, sodass die Erreichbarkeit für die Bürgerinnen und Bürger immer wichtiger wird. Heutzutage hängt jeder an seinem Smartphone und erhält Nachrichten bzw. Informationen aus x-beliebigen Quellen. Die Finanzverwaltung könnte oft gestellte Fragen der Bürgerinnen und Bürger anhand von Kurzvideos erläutern.

 

Harun privat
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