Bild Hendrik

Hendrik T.

Betriebspfüfer

Alter: 40

Dienststelle: Finanzamt Iserlohn

Aufgabe:

Hobbys: Tanzen

INTERVIEW

Sind Sie selber darauf gekommen, sich als Model für unsere Imagekampagne zu bewerben? Oder haben Sie sich mit jemanden beraten?

Nein, als der Aufruf kam, habe ich mich ganz spontan entschieden und gedacht: Da machste mit.

 

Haben Sie Ihren Kollegen oder Ihrer Familie verraten, dass Sie sich bewerben?

Nur meiner Freundin.Interview mit Herrn Timmernamm

 

Und was hat sie gesagt?

Gut so. Mach.

 

Was macht Ihre Freundin beruflich?

(lacht) Sie sitzt im selben Finanzamt quer über den Flur.

 

Sie haben in Ihrer Bewerbung geschrieben, dass Sie tanzen. Was tanzen Sie?

Standard-Latein. Ich tanze schon, seitdem ich 13 bin.

Auch auf Turnieren?

Ich habe auch mal Turniertanz gemacht, allerdings für Rock`n Roll. Standard Latein ist als Randgebiet dann quasi hängen geblieben.

 

Wie oft trainieren Sie in der Woche?

Das ist nicht mehr so richtig Training, sondern Hobby. Aber ich tanze zweimal die Woche. Es geht jetzt vorrangig um Spaß.

 

Apropos Spaß: Kannten Sie eigentlich die Vorgängerkampagne rund um Beamtenwitze?

Ich habe mitbekommen, dass es da was gab, klar. Aber ich bin ja schon länger in der Finanzverwaltung und habe da mal gedacht: „Da musst du jetzt nicht als Erster mitmachen.“

 

Wie lange sind Sie denn schon dabei?

Seit 1997 – also seit 20 Jahren.

Sie arbeiten jetzt als Betriebsprüfer.

 

Was war es davor? In welche Richtung würden Sie sich gerne weiterentwickeln?

Ich habe zunächst in der Veranlagung gearbeitet – in der Firmenstelle. Und was noch kommt, das kann man ja nicht immer ganz genau so selbst entscheiden. Aber Sachgebietsleiter wäre perspektivisch der nächste logische Karriereschritt.

 

Wenn Sie sich als Sachgebietsleiter den Bereich aussuchen dürften, was würden Sie wählen?

Natürlich Betriebsprüfung. Hier fühle ich mich wohl. Es macht viel Spaß. Es ist ein sehr freies Arbeiten. Und man ist vor allem nah am Steuerbürger, das macht den Job spannend.

 

Haben Sie da auch mal was erlebt, wo Sie dachten: Das kann doch nicht wahr sein?

Das passiert schon mal. Ein Fall vielleicht: Auf den ersten Blick dachte man, ganz solider Unternehmer. Ein paar kleinere Scheckzahlungen tauchten auf, die nicht erklärt worden sind. Aber dann hat der Unternehmer anscheinend kalte Füße gekriegt. Das äußerte sich am Ende so, dass Beträge im 6-stelligen Bereich auftauchten, die nicht erklärt wurden.

 

Wie fühlt man sich, wenn man sowas entdeckt hat?

(schmunzelt) Es trägt auf jeden Fall zur beruflichen Zufriedenheit bei. Und am Ende ist es eine gute Arbeit der Einnahmeverwaltung und kommt allen Steuerbürgern zu gute.

 

Würden Sie die Finanzverwaltung Ihren Freunden als Arbeitgeber empfehlen?

Ja, auf jeden Fall. Die Finanzverwaltung kann ich gut als Arbeitgeber empfehlen. Ich stehe auf jeden Fall voll dahinter.

Hendrik T.